„… nimm die Jesuiten für das, als was sie erscheinen und du begehst die gröbsten Fehler und Dummheiten. Porträtiere den Jesuiten einmal so, wie du ihn in London erlebt hast. Du wirst den römischen Jesuiten anhand dieses Bildes nicht identifizieren können! Der Jesuit ist ein Mann, der sich den Gegebenheiten anpasst: Despotisch in Spanien, verfassungsgemäß in England, republikanisch in Paraguay, fanatisch in Rom, heidnisch in Indien. Er adaptiert in unglaublich flexibler Weise all die Merkmale und Verhaltensweisen für sich, welche normalerweise die Menschen von einander unterscheiden. Er begleitet prominente Lesben ins Theater, ist bei Orgien zu Gast und dann wieder nimmt er in der Kirche mit feierlichem Ernst seinen Platz an der Seite eines Geistlichen ein, um sich danach in der Kneipe zu den Fressern und Säufern zu gesellen. Er zieht jedes Gewand an, lernt und spricht jede Sprache, kennt alle Sitten und ist überall präsent und bleibt doch unerkannt. All das soll angeblich (O fürchterliche Gotteslästerung!) zur Ehre Gottes beitragen – ad majorem Dei gloriam.“

Giovanni Battista Nicolini (italienischer Ex-Katholik, veröffentlichte eine italienische Historie der Jesuiten)

“ . . . take the Jesuit for what he ought or appears to be, and you commit the greatest of blunders. Draw the character after what the Jesuit seems to be in London, you will not recognize your portrait in the Jesuit of Rome. The Jesuit is the man of circumstances. Despotic in Spain, constitutional in England, republican in Paraguay, bigot in Rome, idolater in India, he shall assume and act out in his own person, with admirable flexibility, all those different features by which men are usually to be distinguished from each other. He will accompany the gay women of the world to the theatre, and will share in the excesses of the debauchee. With solemn countenance, he will take his place by the side of the religious man at church, and he will revel in the tavern with the glutton and the sot. He dresses in all the garbs, speaks all languages, knows all customs, is present everywhere though nowhere recognized –and all this, it should seem (O monstrous blasphemy!), for the greater glory of God – ad majorem Dei gloriam.”

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