"„… nimm die Jesuiten für das, als was sie erscheinen und du begehst die gröbsten Fehler und Dummheiten. Porträtiere den Jesuiten einmal so, wie du ihn in London erlebt hast. Du wirst den römischen Jesuiten anhand dieses Bildes nicht identifizieren können! Der Jesuit ist ein Mann, der sich den Gegebenheiten anpasst: Despotisch in Spanien, verfassungsgemäß in England, republikanisch in Paraguay, fanatisch in Rom, heidnisch in Indien. Er adaptiert in unglaublich flexibler Weise all die Merkmale und Verhaltensweisen für sich, welche normalerweise die Menschen von einander unterscheiden. Er begleitet prominente Lesben ins Theater, ist bei Orgien zu Gast und dann wieder nimmt er in der Kirche mit feierlichem Ernst seinen Platz an der Seite eines Geistlichen ein, um sich danach in der Kneipe zu den Fressern und Säufern zu gesellen. Er zieht jedes Gewand an, lernt und spricht jede Sprache, kennt alle Sitten und ist überall präsent und bleibt doch unerkannt. All das soll angeblich (O fürchterliche Gotteslästerung!) zur Ehre Gottes beitragen – ad majorem Dei gloriam.“"

Giovanni Battista Nicolini

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"Die Mitglieder der Gesellschaft teilen sich in vier Klassen auf: Professen, Coadjutoren, Scholaren und Novizen. Allerdings gibt es noch eine geheime Sondergruppe, die nur dem General und einigen wenigen bekannt ist, welche, wahrscheinlich mehr als die anderen, zur gefürchteten und mysteriösen Macht des Ordens beigetragen hat. Sie ist aus Laien aller Klassen zusammengesetzt, vom Minister bis zum demütigen Schuhputzer. […] Diese sind mit dem Orden verbunden, ohne jedoch ein Gelübde abgelegt zu haben. […] Es sind Personen, die sich nützlich machen. […] Sie dienen als Spione des Ordens […] und oft auch unwissentlich als Helfershelfer und Werkzeuge bei dunklen und geheimnisvollen Verbrechen. [Der Jesuiten -] Pater Francis Pellico […] bekennt offen, dass viele berühmte Menschen insgeheim Freunde dieser Gesellschaft sind und darüber Stillschweigen bewahren müssen."

Giovanni Battista Nicolini

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"„Wir wissen nicht, ob es jemals eine andere Gesellschaft gab, die als Organisation dreihundert Jahre unverändert überdauerte, allen Angriffen widerstand und dabei solch einen immensen Einfluss auf das Schicksal der Menschheit ausübte. […] Ihr liebstes Motto lautet: ‚Der Zweck heiligt die Mittel.’“ Dies wiederum bedeutet letztlich, wie wir gezeigt haben, dass dem Jesuiten befohlen ist, zu jedem Verbrechen bereit zu sein.“"

Giovanni Battista Nicolini

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"Der Jesuitenorden verdankt seinen immensen Reichtum vor allem den Testamenten, die in der Sterbestunde verfasst wurden!"

Giovanni Battista Nicolini

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Giovanni Battista Nicolini war ein italienischer Ex-Katholik, der vor allem für seine kritische Sicht auf die Gesellschaft der Jesuiten bekannt ist. Er veröffentlichte eine italienische Geschichte der Jesuiten, die deren Flexibilität und Anpassungsfähigkeit an verschiedene Kulturen und politische Systeme darlegt.


Biografische Informationen
Öffentlicher Name: Giovanni Battista Nicolini
Vorname: Giovanni
Zweiter Vorname / Mittelname: Battista
Nachname: Nicolini
Geburtsname: Giovanni Battista Nicolini