"Für das was ich hier sagen möchte, ist die Kenntnis des Buchinhalts aber nicht unbedingt erforderlich, weil es dabei um leicht nachvollziehbare Sachverhalte geht, die Ursache und Wesen der Gravitation betreffen. Der Kraft, die alles auf den Boden drückt und sich dauerhaft nicht so leicht für Antriebszwecke einspannen lässt. Die alle Himmelskörper in ihre Umlaufbahn zwingt und unser gesamtes Weltall zusammenhält. Wie die Gravitation das Kunststück bewerkstelligt, das die Voraussetzungen für unser irdisches Leben begründet, kann die Wissenschaft bis heute nicht erklären. Sie hat hier nur eine Reihe konkurrierender Modellvorstellungen anzubieten. Auch das Wesen der Gravitation ist ihr weitgehend unbekannt. So sagte seinerzeit schon Sir Isaak Newton (1643-1727): „Ich habe nun die Himmelserscheinungen und die Meeresgezeiten aufgrund der Schwerkraft erklärt, die Ursache der Eigenschaften der Schwerkraft konnte ich bis jetzt nicht aus den Erscheinungen ableiten."

Daran hat sich nichts geändert. Einer der es wissen muss, weil er täglich mit dem Problem ihrer Überwindung zu kämpfen hatte, der ehemals stellvertretende Chefingenieur der Flugzeug-Motoren-Werke von Rolls-Royce, A. V. Cleaver brachte es so auf den Punkt, ich zitiere wörtlich: „Schwerkraft ist wirklich ein höchst mysteriöses und schwer fassliches Phänomen. Es erscheint fraglich, ob viele Menschen, sogar technisch geschulte Leute, sich darüber im klaren sind, wie berechtigt diese Behauptung ist, oder ob sie die Verschwörung des Schweigens bemerken, mit der die Schwerkraft in den meisten Lehrbüchern der Physik behandelt wird. Man wird dabei beinahe an ein polynesisches Tabu erinnert oder an die Viktorianische Einstellung bestimmten Themen gegenüber wie Sex oder bestimmter Körperorgane und -funktionen, die als nicht ganz artig angesehen wurden.

Der Student lernt, dass sich alle Körper gegenseitig anziehen, er lernt, dass die Stabilität des Weltalls dadurch bestimmt wird und die Gleichungen der Newtonschen Gesetze beschreiben ihre Wirkungen. Gleichwohl - es sei denn, er ist ein spezialisierter, graduierter Student der reinen Physik - wird ihm dennoch zugemutet, dass er die alte Idee von der „Wirkung auf Entfernung“ akzeptiert und es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass einer seiner Lehrer seine Aufmerksamkeit auf unsere völlige Unkenntnis der physikalischen Beziehungen zwischen der Schwerkraft und anderen Erscheinungen lenkt, einfach, weil wir nichts darüber wissen und weil die akademische Welt es offensichtlich vorzieht, diese Tatsache nicht in die Welt zu posaunen!"

Otto Jung

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