„Längst ist in den westlichen Stammländern der Demokratie offensichtlich, dass die Versprechen, die in diesem Begriff liegen, wohl unerfüllt bleiben werden: Die Politik verliert gegenüber der Macht der Märkte dramatisch an Boden; vermeintlich demokratische Systeme sind fest in der Hand machtvoll organisierter Interessen und haben mit Volkssouveränität – wenn es die je irgendwo gab – immer weniger zu tun. Unaufhaltsam schreiten soziale Ungleichheit sowie die Entmündigung und Verdinglichung der Bürger als bloße Verwaltungsgegenstände oder human resources voran – wobei freilich jeder Schritt der Entmündigung als emanzipatorischer Gewinn kommuniziert wird.“

Ingolfur Blühdorn analysiert die Erosion demokratischer Versprechen durch Marktmächte und soziale Ungleichheit. Ein Weckruf für echte Volkssouveränität.

Blühdorn zeigt eindringlich auf, wie demokratische Versprechen angesichts marktbeherrschter Interessen und wachsender sozialer Ungleichheit erodieren. Das Zitat fordert zum Nachdenken über echte Volkssouveränität und die Grenzen scheinbarer Emanzipation auf.

Ingolfur Blühdorn ist ein deutscher Soziologe und Politikwissenschaftler, der insbesondere für seine Arbeiten zur Demokratie und Gesellschaftskritik bekannt ist.

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Zitat von Ingolfur Blühdorn über die bittere Wahrheit hinter den Versprechen der Demokratie


Ingolfur Blühdorn über Demokratie: Die bittere Wahrheit hinter den Versprechen

Ingolfur Blühdorn ist Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Demokratie, Gesellschaftstheorie und Kritische Theorie. Seine Forschung konzentriert sich auf demokratische Theorie, Umweltsoziologie und die soziale Dynamik gegenwärtiger Gesellschaften. Er ist Autor verschiedener Bücher und wissenschaftlicher Artikel, die sich mit der Transformation demokratischer Institutionen und der Kritik an sozialen Ungleichheiten beschäftigen.

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Zitat von Arundhati Roy über die Krise der DemokratieCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Die Demokratie, die Heilige Kuh der modernen Welt, befindet sich in der Krise. Und es ist eine tiefgreifende Krise. Im Namen der Demokratie werden alle Arten von Verbrechen begangen. Aus ihr wurde wenig mehr als ein ausgehöhltes Wort, eine hübsche Schale, jeglichen Inhalts oder Sinns entleert. Sie ist so, wie man sie haben will. Die Demokratie ist die Hure der freien Welt, bereit, sich nach Wunsch an- und auszuziehen, bereit, die verschiedensten Geschmäcker zufrieden zu stellen. Man nutzt und missbraucht sie nach Belieben. Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Maß an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten. Aber moderne Demokratien existieren lange genug, und neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren – die „unabhängige“ Justiz, die „freie“! Presse, das Parlament – und sie zu ihren Zwecken umzuformen." Arundhati Roy
Prof. Rainer Mausfeld erklärt die Illusion der Demokratie und das Machtverhältnis zwischen Herrschenden und VolkCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Was aber könnte Demokratie für die Mächtigen attraktiv machen, deren Macht sie ja gerade einschränkt und bedroht? Die Antwort ist ganz einfach: Nichts! Denn Demokratie bedeutet gerade, die Machtbedürfnisse der Mächtigen und Reichen einzuschränken, woran sie naturgemäß kein Interesse haben. Damit ergibt sich nun ein Spannungsverhältnis zwischen den Bedürfnissen der Herrschenden, ihren Status zu stabilisieren, und unserem Bedürfnis, uns gesellschaftlich autonom und hinsichtlich unserer gesellschaftlichen Situation als selbstbestimmt zu fühlen. Dieses fundamentale Spannungsverhältnis hat sich in der Geschichte häufig in Form von Revolutionen entladen. Wie läßt sich aus Sicht der Herrschenden dieses Spannungsverhältnis entschärfen, wenn man blutige Revolutionen vermeiden möchte? Die Lösung liegt darin, das Freiheitsbedürfnis der Bürger mit einem Surrogat zu ‚stillen‘, es mit einer Ersatzdroge zu befriedigen, nämlich der Illusion von Demokratie. Um eine solche Illusion von Demokratie zu schaffen, benötigt man vor allem - und genau hier kommt die Herden-Metapher wieder ins Spiel - eine Rechtfertigungsideologie, die begründet, warum das Volk unmündig sei und einer Führung bedürfe. Ferner muß die für das Volk so attraktive Idee von Demokratie so entleert werden, dass sie nur noch auf einen Wahlakt beschränkt ist. Und schließlich benötigt man ein kontinuierliches Demokratiemanagement, damit das Volk bei dem Wahlakt auch so will, wie es wollen soll." Prof. Rainer Mausfeld
Zitat von Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim über die undemokratische und korrupte DemokratieCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wahrheit NICHTS zu sagen. ... Hinter der demokratischen Fassade wurde ein System installiert, in dem völlig andere Regeln gelten als die des Grundgesetzes. Das System ist undemokratisch und korrupt, es missbraucht die Macht und betrügt die Bürger skrupellos. ... Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen." Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim
Zitat von Hans Herbert von Arnim über die politische Klasse und ihre verborgenen MechanismenCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Die politische Klasse wird getragen von dem vieltausendstimmigen Chor derer, die ihr durch die schon erfolgte oder nocht erhoffte Vergabe von Ämtern und Würden verpflichtet sind. Der Nachweis der Mängel wird dadurch schon im Ansatz erschwert, dass es eine Fülle von Denkmustern (Paradigmen), Formeln und Theorien gibt, welche die ideologische Grundthese vom quasi automatischen Funktionieren des Systems stützen. Sie suchen die Lücke zwischen Norm und Wirklichkeit nicht etwa durch Verbesserungen der Wirklichkeit zu schließen, sondern dadurch, dass sie die Norm lax interpretieren oder die Wirklichkeit vernebeln. Dem Anliegen, die Macht trotz ihrer demokratischen Mängel zu legitimieren, dienen" Hans Herbert von Arnim
Zitat von Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi über die wahre Macht hinter der Demokratie und die Rolle der PlutokratieCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Die Verfassungsform, die Feudalismus und Absolutismus ablöste, war demokratisch; die Herrschaftsform plutokratisch. Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. An die Stelle der feudalen Gesellschaftsstruktur ist die plutokratische getreten: nicht mehr die Geburt ist maßgebend für die soziale Stellung, sondern das Einkommen. Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist. Als es noch echten Blutadel gab, war das System des Geburtsadels gerechter als das der heutigen Geldaristokratie: denn damals hatte die herrschende Kaste Verantwortungsgefühl, Kultur und Tradition, während die heute herrschende Klasse kein Verantwortungsgefühl, keine Kultur oder Tradition hat." Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi
Zitat von Roland Baader über die Unvereinbarkeit von Demokratie und SozialismusCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Es ist … eine durch nichts zu entschuldigende Naivität, zu glauben, dass ein Staat in der Wirtschaftssphäre total sein kann, ohne es zugleich in der politischen und geistigen Sphäre zu sein ….“ … Demokratie und Sozialismus sind keine Tautologie (à la Oskar), sondern radikale, sich gegenseitig vollständig ausschließende Gegensätze. Demokratie ist ein Verfahren zur Machtbegrenzung und Machtkontrolle. Sozialismus dagegen verneint immer die individuelle Entscheidungsfreiheit der Individuen über ihre ökonomischen Präferenzen und Lebensziele (angeblich zugunsten der Allgemeinheit, des Kollektivs); somit weist Sozialismus stets die Hoheit über die entscheidenden Existenzkräfte und Lebensmotivationen dem Staat oder einer Partei oder politischen Cliquen zu, und somit ist Sozialismus niemals System oder Methode zur Machtbegrenzung, sondern immer und überall pseudomoralische Rechtfertigung zur Bevormundung des Lebens, Freibrief zur zynisch moralisierenden schrankenlosen Macht." Roland Baader