"Mit den Erkenntnissen der modernen Physik ist die Naturwissenschaft an einen Punkt angekommen, an dem sie sich von der Vorstellung verabschieden muss, dass sie alles erklären könnte."
Hans-Peter Dürr
"Mit den Erkenntnissen der modernen Physik ist die Naturwissenschaft an einen Punkt angekommen, an dem sie sich von der Vorstellung verabschieden muss, dass sie alles erklären könnte."
Hans-Peter Dürr
"Wir brauchen Zukunftsmodelle, die nicht alles grau und schwarz ausmalen, sondern lohnende Ziele formulieren. Ich möchte, daß die menschliche Gesellschaft wieder etwas optimistischer an ihre Zukunftsplanung herangeht. Die einzelnen Menschen sollen in ihrer Phantasie angeregt werden, auch kleine Änderungen vorzunehmen. Das ist eigenlich das Konzept der Zukunft."
Hans-Peter Dürr
"Materie besteht also nicht aus Materie. Paradigma. Am Ende finden wir etwas, das weit mehr dem Geistigen ähnelt."
Hans-Peter Dürr
"Ein Wissen, das nicht in die Zukunft reicht, ist kein Wissen."
Hans-Peter Dürr
"Wie kommen wir dazu, die Phantasie wieder springen zu lassen? Wir müssen unser Erziehungssystem ändern. Wir müssen meines Erachtens die Inhalte extrem reduzieren, damit die jungen Leute wieder mit ihrem Denken experimentieren können."
Hans-Peter Dürr
"Aus Sicht der Quantenphysik ist die Wirklichkeit kreativ, hat keine Grenzen, ist offen, dynamisch, instabil, das unauftrennbare Ganze. Die Grundlage der Welt ist nicht materiell, sondern geistig. Als ein nicht-auftrennbares, immaterielles Beziehungsgefüge ist die Wirklichkeit eine Art Erwartungsfeld für zukünftig mögliche energetisch-materielle Manifestationen."
Hans-Peter Dürr
"Wir haben die ganz falsche Lektion aus dem Zusammenbruch der Staaten im Osten gezogen, wenn wir meinen, das hätte etwas mit dem Sozialismus zu tun. Das hat etwas mit der Zentralisierung zu tun. Wenn wir im Westen auf dieselbe Zentralisierung zulaufen - und wir sind auf dem besten Wege dazu -, kriegen wir dieselben Auswüchse, dieselben Krankheiten, dieselbe Demotivierung und Entrechtung der Menschen."
Hans-Peter Dürr
"Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns schwer, uns dies vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form der Energie. Ihr Untergrund jedoch ist nicht eine noch verfeinerte Energie, sondern etwas ganz Andersartiges, eben Lebendigkeit. Wir können sie etwa mit der Software in einem Computer vergleichen."
Hans-Peter Dürr
"Alles, was wir tun oder auch nicht tun, hat Auswirkungen auf das Ganze. Denn wir alle sind Mitschöpfer."
Hans-Peter Dürr
"In jedem Augenblick wird die Welt neu geschaffen. Paradigma des Lebendigen!"
Hans-Peter Dürr
"Materie besteht also nicht aus Materie. Paradigma."
Hans-Peter Dürr
"Am Anfang gibt es gar keine Hardware, sondern nur Software."
Hans-Peter Dürr
"Was aber macht ein Naturwissenschaftler, wenn er plötzlich erkennt, dass es das, was als die Grundlage der Naturwissenschaft gilt – nämlich Materie, die wir alle greifen können – gar nicht gibt?"
Hans-Peter Dürr
"Es gibt gar keine Materie! Ich habe somit fünfzig Jahre nach etwas gesucht, was es gar nicht gibt. Am Anfang war der Geist!"
Hans-Peter Dürr
"Denn letzten Endes gibt es nur eine Art Schwingung. Es gibt streng genommen keine Elektronen, es gibt keinen Atomkern, sie sind eigentlich nur Schwingungsfiguren. An diesem Punkt hatten wir die Materie verloren. Was wir am Ende allen Zerteilens vorfanden, waren keine unzerstörbaren Teilchen, die mit sich selbst identisch bleiben, sondern ein feuriges Brodeln, ein ständiges Entstehen und Vergehen, etwas, das mehr dem Geistigen ähnelt – ganzheitlich, offen, lebendig."
Hans-Peter Dürr
Hans-Peter Dürr war ein deutscher Physiker und Essayist. Er war mehrfach Mitglied des Direktoriums des Max-Planck-Instituts für Physik und arbeitete viele Jahre mit Werner Heisenberg zusammen. Später widmete er sich zunehmend erkenntnistheoretischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen.