„Es braucht mehr Zeit, mehr Mühe und mehr Feingefühl, die Stille eines Volkes zu erlernen, als seine Laute zu erlernen. Manche Menschen besitzen dafür eine besondere Begabung. Vielleicht erklärt das, warum manche Missionare trotz all ihrer Bemühungen niemals dazu kommen, wirklich richtig zu sprechen und sich durch die Stille feinfühlig zu verständigen. Obwohl sie „mit dem Akzent der Einheimischen sprechen“, bleiben sie für immer Tausende von Kilometern entfernt. Die Grammatik der Stille zu erlernen, ist eine Kunst, die weitaus schwieriger zu erlernen ist als die Grammatik der Laute.“

Ivan Illich über die schwierige Kunst, die Stille eines Volkes zu verstehen und sich jenseits gesprochener Sprache feinfühlig zu verständigen.

Ivan Illich beschreibt die stille, kulturell geprägte Verständigung als anspruchsvolle Kunst jenseits gesprochener Sprache.

Ivan Illich war ein österreichisch-amerikanischer Philosoph, Sozialkritiker und Theologe, bekannt für seine kritischen Ansichten zur modernen Gesellschaft und Institutionen.

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Zitatgrafik von Ivan Illich über die Grammatik der Stille und feinfühlige Verständigung


Ivan Illich über die Grammatik der Stille

Ivan Illich (1926–2002) war ein österreichisch-amerikanischer Philosoph, Sozialkritiker und Priester. Er kritisierte die industrielle Gesellschaft und die Institutionalisierung von Leben, insbesondere im Bereich der Medizin und Bildung. Illichs Werk beeinflusste zahlreiche Sozialtheoretiker und Aktivisten.

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Zitat von Neil Postman über die Magie und metaphysische Rätselhaftigkeit des SchreibensCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Menschen wie wir mögen im Schreiben nichts Wunderbares sehen, doch unsere Anthropologen wissen, wie seltsam und magisch es auf ein rein mündlich orientiertes Volk wirkt – ein Gespräch mit niemandem und doch mit allen. Was könnte seltsamer sein als die Stille, auf die man stößt, wenn man eine Frage an einen Text richtet? Was könnte metaphysisch rätselhafter sein, als sich an ein unsichtbares Publikum zu wenden, wie es jeder Buchautor tun muss? Und sich selbst zu korrigieren, weil man weiß, dass ein unbekannter Leser dies missbilligen oder missverstehen wird?" Neil Postman