„Eine Faktencheckeragentur dient oft als ein Instrument der Zensur. Der Grund, warum jemand eine solche Agentur finanziert, liegt darin, bestimmte Presseerzeugnisse und andere Medien zu überprüfen und zu kontrollieren. Die Hauptmotivation dahinter ist, dem Publikum einzumassieren, was wahr oder falsch ist, und Äußerungen anderer als fragwürdig, obskur oder unseriös darzustellen. Dies dient dazu, den politischen Diskurs moralisch zu polarisieren, indem man einigen Aussagen ein Gütesiegel verleiht und anderen nicht.
Man kann diese Institutionen einer repressiven Diskursumgebung erst wirklich als solche erkennen, wenn man dieses Moralin erkennt. Die verschiedenen Methoden, auf denen politische Diskussionen umgewidmet werden zu einer Verhandlung über die Wahrheit, die man jetzt entweder anerkennen darf, oder man ist eben ein Abweichler, ein Schwurbler, ein Leugner von irgendetwas.“
Michael Andrick kritisiert die Rolle von Faktencheckern als Instrumente der Zensur und moralischen Polarisierung im politischen Diskurs.
Michael Andrick ist ein deutscher Philosoph, Essayist und Sachbuchautor.
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Michael Andrick über Faktenchecker als Zensur-Instrument
Michael Andrick, geboren 1980 als Michael Krause, ist ein deutscher Philosoph, Essayist und Autor zahlreicher Sachbücher. Er publiziert regelmäßig Beiträge zu Digitalisierung und Philosophie in bekannten Medien wie Deutschlandfunk Kultur und Wirtschaftswoche. Seit 2021 schreibt er eine Kolumne in der Berliner Zeitung.

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