„Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass das Volk regiert. Stattdessen müssen wir uns der Theorie anschließen, dass das Volk durch seine gelegentlichen Mobilisierungen als Mehrheit diejenigen Personen unterstützt oder ablehnt, die tatsächlich regieren.“

Walter Lippmann über Volksherrschaft, öffentliche Mobilisierung und die politischen Akteure, die tatsächlich regieren.

Walter Lippmann hinterfragt hier die Vorstellung direkter Volksherrschaft und beleuchtet die Rolle öffentlicher Mobilisierung in repräsentativen Demokratien.

Walter Lippmann war ein US-amerikanischer Journalist und politischer Kommentator, bekannt für seine Arbeiten zur öffentlichen Meinung und politischen Kommunikation.

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Walter Lippmann über Volksherrschaft und politische Macht

Walter Lippmann (1889–1974) war ein prominenter amerikanischer Journalist, Medienkritiker und politischer Kommentator. Er prägte wesentliche Begriffe in der Medien- und Kommunikationswissenschaft, insbesondere zur Rolle der Massenmedien in der Demokratie. Sein Buch "Public Opinion" (1922) gilt als Klassiker der Medienkritik und politischer Philosophie.

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Zitatbild zu Volkswille und Demokratie von Walter LippmannCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Was die Öffentlichkeit tut, ist nicht, ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen, sondern sich für oder gegen einen Vorschlag zu stellen. Wenn wir diese Theorie akzeptieren, müssen wir die Vorstellung aufgeben, eine demokratische Regierung könne der unmittelbare Ausdruck des Volkswillens sein. Wir müssen die Vorstellung aufgeben, dass das Volk regiert. Stattdessen müssen wir die Auffassung annehmen, dass die Menschen durch ihre gelegentliche Mobilisierung als Mehrheit diejenigen unterstützen oder ablehnen, die tatsächlich regieren. Wir müssen sagen, dass der Volkswille nicht fortwährend lenkt, sondern gelegentlich eingreift." Walter Lippmann
Zitat von Edward L. Bernays über Manipulation der öffentlichen MeinungCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Kein ernsthafter Soziologe glaubt mehr, dass die Stimme des Volkes irgendeine göttliche oder besonders weise und erhabene Idee zum Ausdruck bringt. Die Stimme des Volkes drückt die Meinung des Volkes aus, und diese Meinung wird von den Führern der Gruppe, an die das Volk glaubt, und von denjenigen, die sich auf die Manipulation der öffentlichen Meinung verstehen, für das Volk gebildet. Sie setzt sich aus ererbten Vorurteilen, Symbolen, Klischees und verbalen Formeln zusammen, die ihnen von den Führern geliefert werden." Edward L. Bernays
Zitat von Edward Bernays über die Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der MassenCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren." Edward Bernays
Zitat von Edward Bernays über die unsichtbare Macht der Manipulation in der GesellschaftCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element der demokratischen Gesellschaft. Diejenigen, die diesen unsichtbaren Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die wahre herrschende Macht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Geist wird geformt, unser Geschmack geformt, unsere Ideen vorgeschlagen, größtenteils von Menschen, von denen wir noch nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art und Weise, wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Sehr viele Menschen müssen auf diese Weise zusammenarbeiten, um als reibungslos funktionierende Gesellschaft zusammenleben zu können. Unsere unsichtbaren Gouverneure sind sich in vielen Fällen der Identität ihrer Kollegen im Innenkabinett nicht bewusst. Sie regieren uns durch ihre natürlichen Führungsqualitäten, ihre Fähigkeit, die benötigten Ideen zu liefern, und durch ihre Schlüsselposition in der sozialen Struktur. Unabhängig von der Haltung, die man gegenüber diesem Zustand einnimmt, bleibt es eine Tatsache, dass wir in fast jedem Akt unseres täglichen Lebens, sei es im Bereich der Politik oder der Wirtschaft, in unserem sozialen Verhalten oder in unserem ethischen Denken, von der relativ kleinen Zahl dominiert werden von Personen - ein kleiner Teil unserer hundertzwanzig Millionen -, die die mentalen Prozesse und sozialen Muster der Massen verstehen. Sie ziehen an den Drähten, die das öffentliche Bewusstsein kontrollieren, nutzen alte soziale Kräfte und erfinden neue Wege, um die Welt zu binden und zu führen." Edward Bernays
Zitat von Ramin Peymani über die beschränkten Menschen in der DemokratieCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Wir werden von beschränkten Menschen regiert, denen beschränkte Menschen zu Mehrheiten verhelfen, mit denen sie Politik für beschränkte Menschen machen. Dies ist die Logik, die Demokratien innewohnt, weil sich durch die Grundanlage der Staatsform am Ende die Dümmsten durchsetzen." Ramin Peymani
Prof. Rainer Mausfeld erklärt die Illusion der Demokratie und das Machtverhältnis zwischen Herrschenden und VolkCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Was aber könnte Demokratie für die Mächtigen attraktiv machen, deren Macht sie ja gerade einschränkt und bedroht? Die Antwort ist ganz einfach: Nichts! Denn Demokratie bedeutet gerade, die Machtbedürfnisse der Mächtigen und Reichen einzuschränken, woran sie naturgemäß kein Interesse haben. Damit ergibt sich nun ein Spannungsverhältnis zwischen den Bedürfnissen der Herrschenden, ihren Status zu stabilisieren, und unserem Bedürfnis, uns gesellschaftlich autonom und hinsichtlich unserer gesellschaftlichen Situation als selbstbestimmt zu fühlen. Dieses fundamentale Spannungsverhältnis hat sich in der Geschichte häufig in Form von Revolutionen entladen. Wie läßt sich aus Sicht der Herrschenden dieses Spannungsverhältnis entschärfen, wenn man blutige Revolutionen vermeiden möchte? Die Lösung liegt darin, das Freiheitsbedürfnis der Bürger mit einem Surrogat zu ‚stillen‘, es mit einer Ersatzdroge zu befriedigen, nämlich der Illusion von Demokratie. Um eine solche Illusion von Demokratie zu schaffen, benötigt man vor allem - und genau hier kommt die Herden-Metapher wieder ins Spiel - eine Rechtfertigungsideologie, die begründet, warum das Volk unmündig sei und einer Führung bedürfe. Ferner muß die für das Volk so attraktive Idee von Demokratie so entleert werden, dass sie nur noch auf einen Wahlakt beschränkt ist. Und schließlich benötigt man ein kontinuierliches Demokratiemanagement, damit das Volk bei dem Wahlakt auch so will, wie es wollen soll." Prof. Rainer Mausfeld