"Der erste Weg, etwas zu erkennen, ist natürlich die eigene Erfahrung. Du weißt, dass dein Wohnzimmer grün gestrichen ist, weil du dort gewesen bist und gesehen hast, dass es grün ist. (Auf Fragen wie: Woher weißt du, dass du nicht träumst oder verrückt bist, gehe ich hier nicht ein.) Ebenso weißt du, was ein Vogel ist, wie die Schwerkraft wirkt (im alltäglichen Sinne) und wie du zum nächsten Einkaufszentrum gelangst – alles durch unmittelbare Erfahrung.
Der zweite Weg, Dinge zu erkennen, ist die Autorität. Das bedeutet, du verlässt dich auf eine Informationsquelle, die du für zuverlässig hältst, wenn dir eigene Erfahrung fehlt. So glaubt fast jeder, der eine Schule besucht hat, dass sich die Erde um die Sonne bewegt – obwohl nur sehr wenige erklären könnten, wie sich diese Bewegung überhaupt nachweisen lässt. Du verlässt dich auf Autorität, wenn du auf die Frage, ob du den Weg nach San Jose kennst, mit Ja antwortest und eine Karte hervorholst. Du könntest die Zuverlässigkeit der Karte prüfen, indem du sie zur Navigation nutzt – doch bis dahin vertraust du auf Autorität.
Viele Menschen glauben, dass die Demokratie anderen Regierungsformen überlegen ist, obwohl sie nie unter einer anderen gelebt haben. Sie verlassen sich auf die Autorität von Lehrbüchern und Politikern – und vielleicht auf Beschreibungen davon, wie es in anderen Gesellschaften zugeht. Natürlich verfahren andere Gesellschaften ebenso, und die meisten ihrer Verteidiger stützen sich ebenfalls auf Autorität."
Michael J. Behe
Michael J. Behe ist ein amerikanischer Biochemiker und bekennender Vertreter der Intelligent Design-Bewegung.
Das Zitat verdeutlicht zwei fundamentale Wissensquellen: persönliche Erfahrung und das Vertrauen in Autoritäten. Es regt zum Nachdenken an, wie wir Wissen erwerben und hinterfragen.
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Michael J. Behe Zitat: Warum Erfahrung und Autorität Schlüssel zum Wissen sind
Michael J. Behe erklärt, wie wir Wissen durch persönliche Erfahrung und Vertrauen in Autoritäten erlangen – eine fundamentale Einsicht in Erkenntnis und Gesellschaft.
Michael J. Behe ist Professor für Biochemie an der Lehigh University in Pennsylvania, USA, und bekannt für seine Beiträge zur Diskussion um Intelligent Design. In seinem Buch „Darwin's Black Box“ argumentiert er, dass bestimmte biochemische Strukturen nicht durch natürliche Selektion erklärt werden können.


