„Im Grunde gibt es Materie gar nicht. Jedenfalls nicht im geläufigen Sinne. Es gibt nur ein Beziehungsgefüge, ständigen Wandel, Lebendigkeit. Wir tun uns schwer, uns dies vorzustellen. Primär existiert nur Zusammenhang, das Verbindende ohne materielle Grundlage. Wir könnten es auch Geist nennen. Etwas, was wir nur spontan erleben und nicht greifen können. Materie und Energie treten erst sekundär in Erscheinung – gewissermaßen als geronnener, erstarrter Geist. Nach Albert Einstein ist Materie nur eine verdünnte Form der Energie. Ihr Untergrund jedoch ist nicht eine noch verfeinerte Energie, sondern etwas ganz Andersartiges, eben Lebendigkeit. Wir können sie etwa mit der Software in einem Computer vergleichen.“

Hans-Peter Dürr erklärt, dass Materie nur sekundär existiert und primär ein Netzwerk von Beziehungen und Lebendigkeit ist.

Hans-Peter Dürr beschreibt Materie als sekundäres Phänomen, primär existieren Beziehungen und Lebendigkeit.

Hans-Peter Dürr war ein deutscher Physiker und Essayist.

Zitatgrafik von Hans-Peter Dürr über Materie, Energie und das Beziehungsgefüge

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Materie als Beziehungsgefüge von Hans-Peter Dürr

Hans-Peter Dürr war ein deutscher Physiker und Essayist. Er war mehrfach Mitglied des Direktoriums des Max-Planck-Instituts für Physik und arbeitete viele Jahre mit Werner Heisenberg zusammen. Später widmete er sich zunehmend erkenntnistheoretischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

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