„Fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt. Erst im Nachhinein hat sich in vielen Fällen die Haltung der Deutschen verändert. Ich finde es auch vernünftig, dass sich die Bevölkerung das Ergebnis einer Maßnahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil darüber bildet. Ich glaube, das ist Ausdruck des Primats der Politik. Und an dem sollte auch festgehalten werden.“

Angela Merkel erklärt, warum Entscheidungen oft gegen die Mehrheit getroffen werden und wie die Bevölkerung ihre Haltung im Nachhinein ändert.

Ein kluger Blick auf Demokratie und Politik: Manchmal führt der Weg zu gesellschaftlichem Wandel über das Abwarten und bewusste Urteilen der Bevölkerung – ein Zeichen starker Demokratie.

Angela Merkel ist eine deutsche Politikerin und war von 2005 bis 2021 Bundeskanzlerin Deutschlands. Sie ist bekannt für ihre ruhige, pragmatische Führungsweise und ihren Einfluss auf die europäische Politik.

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Zitat von Angela Merkel über Entscheidungen gegen die Mehrheit und das Primat der Politik


Angela Merkel über Demokratie und den Primat der Politik – Die meisten Entscheidungen gegen die Mehrheit!

Angela Merkel, geboren 1954 in Hamburg, ist eine deutsche Politikerin der CDU, die von 2005 bis 2021 als Bundeskanzlerin tätig war. Vor ihrer Kanzlerschaft war sie Ministerin für Frauen und Jugend sowie für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Merkel ist Chemikerin von Ausbildung und gilt als eine der einflussreichsten Politikerinnen Europas, die insbesondere durch ihre pragmatische und konsensorientierte Politik bekannt wurde.

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Zitat von Dr. Angela Merkel über die Stärke der repräsentativen DemokratieCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Aber genau deshalb bin ich auch zutiefst davon überzeugt, dass es richtig ist, dass wir eine repräsentative Demokratie und keine plebiszitäre Demokratie haben und dass uns die repräsentative Demokratie für bestimmte Zeitabschnitte die Möglichkeit gibt, Entscheidungen zu fällen, dann innerhalb dieser Zeitabschnitte auch für diese Entscheidungen zu werben und damit Meinungen zu verändern. Wir können im Rückblick auf die Geschichte der Bundesrepublik sagen, dass all die großen Entscheidungen keine demoskopische Mehrheit hatten, als sie gefällt wurden. Die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung, die Ostverträge, der Nato-Doppelbeschluss, das Festhalten an der Einheit, die Einführung des Euro und auch die zunehmende Übernahme von Verantwortung durch die Bundeswehr in der Welt – fast alle diese Entscheidungen sind gegen die Mehrheit der Deutschen erfolgt. Erst im Nachhinein hat sich in vielen Fällen die Haltung der Deutschen verändert. Ich finde es auch vernünftig, dass sich die Bevölkerung das Ergebnis einer Maßnahme erst einmal anschaut und dann ein Urteil darüber bildet. Ich glaube, das ist Ausdruck des Primats der Politik. Und an dem sollte auch festgehalten werden." Dr. Angela Merkel
Zitat von Jean-Claude Juncker über schleichende Entscheidungen und ihre AuswirkungenCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt." Jean-Claude Juncker
Zitat von Hans-Hermann Hoppe über Demokratie, Wahrheit, Gerechtigkeit und VolksabstimmungenCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Was wahr, gerecht und schön ist, wird nicht durch Volksabstimmungen bestimmt. Die Massen sind überall unwissend, kurzsichtig, von Neid getrieben und leicht zu täuschen. Demokratische Politiker müssen an diese Massen appellieren, um gewählt zu werden. Wer der beste Demagoge ist, wird gewinnen. So führt die Demokratie fast zwangsläufig zur Perversion von Wahrheit, Gerechtigkeit und Schönheit." Hans-Hermann Hoppe
Zitat von Walter Lippmann über Demokratie, Propaganda und öffentliche MeinungCopyright © yoice.net – Quote Artwork
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"Dass die Herstellung der Zustimmung zu grossen Verfeinerungen fähig ist, bestreitet wohl niemand. Der Prozess, durch den die öffentliche Meinung entsteht, ist sicherlich nicht weniger kompliziert als auf diesen Seiten beschrieben, und die Möglichkeiten der Manipulation, die jedem offen stehen, der den Prozess versteht, sind klar genug. …. als Ergebnis psychologischer Forschung, gepaart mit den modernen Kommunikationsmitteln, hat die Praxis der Demokratie eine Kehrtwende vollzogen. Es findet eine Revolution statt, die unendlich viel bedeutender ist als jede Verschiebung der Wirtschaftskraft. . . . Unter dem Einfluss der Propaganda, nicht unbedingt im finsteren Sinn des Wortes allein, sind die alten Konstanten unseres Denkens zu Variablen geworden. Es ist beispielsweise nicht mehr möglich, an das ursprüngliche Dogma der Demokratie zu glauben, dass das für die Verwaltung menschlicher Angelegenheiten erforderliche Wissen spontan aus dem menschlichen Herzen kommt. Wo wir nach dieser Theorie handeln, setzen wir uns der Selbsttäuschung und Überzeugungsformen aus, die wir nicht überprüfen können. Es hat sich gezeigt, dass wir uns nicht auf Intuition, Gewissen oder zufällige Meinungsverschiedenheiten verlassen können, wenn wir mit der Welt ausserhalb unserer Reichweite umgehen wollen." Walter Lippmann