„Als gesellschaftliche und persönliche Kraft ist die Religion zu einer abhängigen Variable geworden. Sie bringt nichts hervor; sie reagiert. Sie prangert nichts an; sie passt sich an. Sie entwickelt keine neuen Modelle des Verhaltens und der Empfindsamkeit; sie ahmt nach. Ihre Rhetorik besitzt keine tiefe Wirkungskraft; der Gottesdienst, den sie organisiert, ist ohne Frömmigkeit. Sie ist weniger eine Erneuerung des Geistes in dauerhafter Spannung mit der Welt geworden als vielmehr eine respektable Ablenkung von der Bitterkeit des Lebens.“

Charles Wright Mills analysiert die Religion als reaktive gesellschaftliche Kraft ohne eigene Erneuerung des Geistes.

Kritische Reflexion über die Rolle der Religion als reaktive und angepasste gesellschaftliche Kraft.

Charles Wright Mills war ein US-amerikanischer Soziologe, der moderne Gesellschaften und die Rolle der Intellektuellen untersuchte.

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Charles Wright Mills über die Rolle der Religion als abhängige Variable

Charles Wright Mills (1916–1962) war ein US-amerikanischer Soziologe. In seinen Arbeiten analysierte er moderne Gesellschaften der Nachkriegszeit sowie das Zusammenwirken politischer, militärischer und wirtschaftlicher Eliten. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Die Machtelite“, „White Collar: The American Middle Classes“ und „The Sociological Imagination“.

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