"Aus der Angst um den Beuteanteil entstand auf den großherzoglichen Samtsesseln und in den Kneipen von Weimar die deutsche Republik, keine Staatsform, sondern eine FIRMA. In ihren Satzungen ist nicht vom VOLK die Rede, sondern von PARTEIEN; nicht von Macht, von Ehre und Größe, sondern von PARTEIEN. Wir haben kein Vaterland mehr, sondern PARTEIEN; keine Rechte, sondern PARTEIEN; kein Ziel, keine Zukunft mehr, sondern Interessen von PARTEIEN. Und diese Parteien – noch einmal: keine Volksteile, sondern Erwerbsgesellschaften mit einem bezahlten Beamtenapparat, die sich zu amerikanischen Parteien verhielten wie ein Trödelgeschäft zu einem Warenhaus – entschlossen sich, dem FEINDE alles was er wünsche auszuliefern, jede Forderung zu unterschreiben, den Mut zu immer weitergehenden Ansprüchen in ihm aufzuwecken, nur um im Innern ihren eigenen Zielen nachgehen zu können."
Oswald Spengler
Oswald Spengler war ein deutscher Historiker und Philosoph, bekannt für seine Kulturzyklustheorie und sein Werk ‚Der Untergang des Abendlandes‘.
Spenglers scharfsinnige Kritik zeigt, wie politische Parteien zur reinen Wirtschaftsakteuren werden und das Gemeinwohl aus den Augen verlieren – eine Mahnung zur Wachsamkeit gegenüber Machtstrukturen.
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Oswald Spengler Zitat: Die deutsche Republik als Firma – Eine kritische Analyse
Ein prägnantes Zitat von Oswald Spengler über die Weimarer Republik als Firma – kritisch, tiefgründig und aktuell.
Oswald Spengler (1880–1936) war ein deutscher Kulturhistoriker und Philosoph. Er wurde vor allem durch sein Werk ‚Der Untergang des Abendlandes‘ bekannt, in dem er die Geschichte als zyklischen Verlauf von Kulturen beschreibt. Spengler analysierte die kulturelle und politische Situation in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg kritisch und beeinflusste damit politische und kulturelle Debatten der Weimarer Republik.


