Opposition oder nur die Illusion einer Wahl?
Kurz vor jeder Wahl beginnt ein vertrautes Schauspiel. Plötzlich entdecken selbst die lautesten Kritiker des Systems wieder ihre Hoffnung auf den Wahlzettel. Die großen Versprechen von Freiheit, Selbstbestimmung und grundlegender Veränderung treten in den Hintergrund – denn diesmal, so heißt es, müsse man "strategisch" wählen. Nur dieses eine Mal. Nur ausnahmsweise. Nur aus Notwehr.
Nach der Wahl folgt dann oft die Ernüchterung. Die versprochenen Veränderungen bleiben aus, das politische Karussell dreht sich weiter und die Enttäuschung wird bis zur nächsten Wahl konserviert – wenn das gleiche Schauspiel von Neuem beginnt.
Dieses audiovisuelle Medien-Kunstprojekt setzt sich mit der Frage auseinander, ob Wahlen tatsächlich einen grundlegenden politischen Wandel ermöglichen oder ob die Vorstellung einer wirksamen Opposition selbst Teil eines Systems ist, das vor allem den Eindruck von Mitbestimmung erzeugt.
Wo endet echte Opposition – und wo beginnt ihre Integration in das bestehende politische Spiel? Ist der regelmäßige Wechsel von Hoffnung und Enttäuschung lediglich Zufall oder ein wiederkehrendes Muster?
Ein Film über politische Narrative, den Glauben an Veränderung und die Frage, ob jede Wahl automatisch auch eine echte Wahlmöglichkeit bedeutet.
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